Therapie chronischer Schmerzsyndrome
Chronischer Schmerz ist Schmerz, der bereits mindestens 3 Monate oder länger besteht. Der permanant anhaltende Schmerzzustand bedeutet immer eine starke psychische Belastung. Zudem beeinflussen psycho-soziale Faktoren wie frühere Lebensereignisse oder die aktuelle Lebenssituation des Patienten die Schmerzwahrnehmung. Eine medikamentöse Therapie hat hier keinen Nutzen. Psycho-soziale Interventionen wie beispielsweise körperliche und soziale Aktivität, aufmerksamkeitslenkende Strategien und Verhaltenstherapie sind hier der Schlüssel zur langfristigen Besserung.
Unter Einbezug von Patientenzielen sollte ein individueller Behandlungsplan bezogen auf Schmerzlinderung, Verbesserung von Lebensqualität, funktioneller Nutzung des Körpers, Stimmung, private, berufliche und soziale Partizipation sowie Reduktion der Schmerzmittel erstellt werden. Strukturierte Patientenführung kann die Schmerzwahrnehmung entscheidend beeinflussen.
Dazu sind alle Mitarbeiter der Praxis ausgebildet und im Umgang mit chronischen Schmerzpatienten vertraut. Ziel ist eine Vermeidung der weiteren Chronifizierung der Beschwerden und die Schulung des Patienten in Strategien, mit denen er sich im Alltag auch selbst helfen kann.